BARNIMER BUSGESELLSCHAFT

Deutschlands ältester O-Busbetrieb
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Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Im Rahmen des TROLLEY-Projekts arbeiten neun Partner aus Brno (CZ), Eberswalde (DE), Gdynia und Gdansk (PL), Leipzig (DE), Parma (IT), Salzburg (AT) sowie Szeged (HU), allesamt Vertreter des städtischen Nahverkehrs in Mitteleuropa, sowie TrolleyMotion, ein Verein zur Förderung moderner Trolleybus-Systeme, zusammen.

Sie sind davon überzeugt, dass der elektrische öffentliche Nahverkehr heutzutage die sauberste und effizienteste Lösung für urbane Mobilität darstellt. Im straßengebundenen elektrischen Nahverkehr stellen Trolleybusse die effizienteste, zuverlässigste und tatsächlich einsatzbereite Technik zur Bewältigung der größten Mobilitätsherausforderungen in Mitteleuropa dar.

Ausgehend von dem reichen Erfahrungsschatz der Projektpartner will das mit Mitteln der EU geförderte TROLLEY-Projekt das breitgefächerte Potential von Trolleybussen erschließen, um Transportsysteme von "fossiler Mobilität" zur "Elektromobilität" zu führen.
 

Wie erreicht das Projekt seine Ziele?

Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs befinden sich einige der TROLLEY-Partner in einer Situation, in der ihre auf Trolleybus-Verkehr aufgebauten Systeme des öffentlichen Nahverkehrs an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geraten sind. Sie sehen sich auch neuen Herausforderungen im Hinblick auf technische und umweltrelevante Anforderungen oder die Bedürfnisse von Fahrgästen gegenüber.
Im Ergebnis dieser Bewusstwerdung arbeiten alle Partner an der Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte, um diese Herausforderungen anzugehen.

Darüber hinaus ist es das größte Anliegen der TROLLEY-Partner, das Trolleybus-System als nachhaltigen und neuen innovativen Standard des öffentlichen Nahverkehrs sowie als betriebsbereite Technik für Elektromobilität bekannt zu machen.
Die Idee, Wissenschaftler und Trolleybus-Betreiber aus Mitteleuropa zusammenzubringen, um Lösungen für aktuell anstehende Probleme europäischer Trolleybus-Netze (z.B. eine effiziente Energienutzung, neue Formen von Trolleybussen) zu erarbeiten, ist ein ganz neuer Ansatz für Europa.
Diese „Ideenwerkstatt“ setzt ein hohes Lernpotential für alle Beteiligten des TROLLEY-Projektes frei. Darüber hinaus liefern qualitativ hochwertige Informationshandbücher wertvolle Leitfäden für all jene, die bereits von den Vorteilen des Trolleybusses im Bereich des nachhaltigen öffentlichen Nahverkehrs überzeugt sind bzw. die durch TROLLEY überzeugt werden konnten und über eine (Wieder-)Einführung von Trolleybussen nachdenken.
 

Und was sind die Ergebnisse des TROLLEY-Projektes?

Das TROLLEY-Projekt arbeitet an den folgenden Ergebnissen, die auf der Website www.trolley-project.eu von anderen interessierten Akteuren eingesehen werden können. Die Ergebnisse liefern Wissen zum aktuellsten Stand der Technik für Trolleybus-Systeme und bringen Vorteile für

 

  • Städte und Verkehrsbetreiber, die bereits Trolleybusse betreiben,
  • jene Städte oder Betreiber, die früher einmal Trolleybusse betrieben haben, aber dies nicht länger tun und
  • jene, die gerne eine Trolleybus-Stadt oder Trolleybus-Betreiber werden möchten.
 

Die wichtigsten Ergebnisse von TROLLEY im Überblick:

  • Handbuch zur fortschrittlichen Energiespeicherung (mobil, im Fahrzeug und im Oberleitungsnetz)
  • Bedienungsanleitungen zur gemeinsamen Nutzung von Stromversorgungsanlagen durch Trolleybus und Straßenbahn (Handbuch für Trolleybus-Intermodalität)
  • Handbuch zum Umbau von Dieselbussen in Trolleybusse
  • Handbuch zur Umstellung des Betriebs von Dieselbussen auf Trolleybusse im ÖPNV
  • Machbarkeitsstudien zum Netzausbau in weniger dicht besiedelten städtischen Bereichen
  • Europaweite Kampagne zur Imageaufwertung von Trolleybussen
  • Trolleybus-Imagefilm
  • Trolleybus-Wissenszentrum für Europa
 

Die Projekt-Partnerschaft

Die TROLLEY Projekt-Partnerschaft besteht aus Städten, Verkehrsunternehmen, einer Bildungseinrichtung und einer internationalen Aktionsgruppe zur Förderung moderner Trolleybus-Systeme:

Der Lead Partner Salzburg AG betreibt das Trolleybus-System in Europas anerkannter „Trolleybus-Hauptstadt“. Unter Ausnutzung von Wasserkraft weist der Trolleybus in Salzburg praktisch eine Null-Emissions-Bilanz auf.

Die Stadt Brno betreibt das größte Trolleybus-Netz in der Tschechischen Republik und weist darüber hinaus ein leistungsfähiges Straßenbahnnetz auf.

Die Barnimer Busgesellschaft betreibt in Eberswalde das älteste Trolleybus-System Deutschlands (1901 eingerichtet). Die Ausnutzung der Bremsenergie ist seit 1983 bewährter Standard und wird in TROLLEY weiter erforscht.

TEP S.p.A ist Trolleybus-Betreiber der italienischen Stadt Parma, in der seit 1953 Trolleybusse ohne Unterbrechung in Betrieb sind. Mit Stolz betreibt TEP S.p.A (zusammen mit Mailand und Neapel) das Trolleybus-System mit den meisten Linien in Italien.

Mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben der Stadt Leipzig hat das Projekt auch einen Partner, der die Einführung von Elektrobussen auf bestimmten Strecken für die nahe Zukunft plant. Leipzig wird für diese Einführung vom Wissenstransfer im TROLLEY-Netzwerk profitieren.

Die Stadt Gdynia besitzt das größte Trolleybus-System in Polen und der dort ansässige Betreiber (PKT) ist Experte für den Umbau von alten Diesel- in moderne Trolleybusse.

Die polnische Universität Danzig genießt europaweit den Ruf als Wissenszentrum und Innovationswerkstatt für den öffentlichen Nahverkehr.

SZKT, der öffentliche Verkehrsbetrieb der südungarischen Stadt Szeged, ist für die lokalen Straßenbahn- und Trolleybus-Systeme zuständig. SZKT verfügt über besonderes Wissen zum parallelen Betrieb von Bahn und Trolleybussen und der Nutzung von Synergieeffekten.

TrolleyMotion ist als International Action Group wertvoller Transferpartner für das TROLLEY Projekt. TrolleyMotion besitzt Kontakte zu allen relevanten Trolleybus-Akteuren, wie beispielsweise Städten, der Industrie, Betreibern und anderen Trolleybus-Netzwerken.