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Barnimer BusgesellschaftDeutschlands ältester O-Busbetrieb
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Zunehmend werden Busbetriebe ins schlechte Licht gerückt. Übermüdete Reisebusfahrer und veralterte, technisch defekte Busse führen in Kombination oft zu tödlichen Unfällen. An dieser Stelle sei aber gesagt, dass die BBG auch durch zahlreiche Vorkehrungen und Maßnahmen zu jedem Zeitpunkt das Höchstmaß an Sicherheit für die Fahrgäste und Mitarbeiter wie auch aller Verkehrsteilnehmer garantieren kann. Zudem hat die Barnimer Busgesellschaft erkannt: Das größte Sicherheitspotential liegt beim Menschen selbst.
Regelmäßig lässt die BBG beispielsweise in Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum Straßenverkehr Nordhausen (BBZ) ein, erst ab 2008 gesetzlich vorgeschriebenes, Fahrsicherheitstraining auf dem Finowfurter Flugplatz absolvieren. Schließlich legt ein Fahrer des Unternehmens im Schnitt rund 40.000 Kilometer im Jahr zurück. Und ist maßgeblich für die Durchführung und Umsetzung der definierten Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich.
Die insgesamt 170 Fahrer der Betriebshöfe Bad Freienwalde, Bernau und Eberswalde nehmen daher regelmäßig in kleinen Gruppen an einem Fahrsicherheitstraining teil. - Denn, Sicherheit beginnt im Kopf. Die eintägige Veranstaltung wird streng nach den Richtlinien des deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR) durchgeführt. Das frühzeitige Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen, das Einschätzen der Risiken des Straßenverkehrs sowie die Vertiefung der fahrphysikalischen Grundlagen gehören dabei zum theoretischen Teil.
Auf dem Fahrsicherheitstraining allein ruht sich die Barnimer Busgesellschaft aber nicht aus. Im halbjährigen Modus nehmen die Fahrer noch an weiteren Seminaren teil. So wird beispielsweise der korrekte Umgang mit Fahrgästen, besonders auch in Stress- und unter extremen Bedingungen, geschult. Fahrer ab dem 50. Lebensjahr sind darüber hinaus alle 2 Jahre zusätzlich dazu verpflichtet, sich einer arbeitsmedizinischen Betreuung bzw. einer psychologisch-medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Der Erhalt der Fahrerlizenz ist davon abhängig.
Da die Gewährleitung der Sicherheit in allen Bereichen des Unternehmens seit der Firmengründung fest in der Unternehmensphilosophie verankert ist, wird auch auf den Einsatz moderner Technik und der akribischen Instandhaltung besonderes Augenmerk gelegt. Das Motto lautet hier, "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."
Moderne Sicherheitstechniken wie ABS, ASR, Tempobegrenzer und unabhängig aufeinander wirkende Bremssystem gehören inzwischen zur Standardausstattung der Busse. Vor Fahrtantritt wird das eingesetzte Fahrzeug von jedem Fahrer ohnehin auf seine Fahrsicherheit geprüft. Auftretende Störungen können im Schichtbetrieb von dem qualifizierten Fachpersonal in den betriebseigenen Werkstätten umgehend behoben werden. Um die technische Sicherheit permanent zu garantieren, werden alle Fahrzeuge einer vierteljährlichen Sicherheitsprüfung unterzogen. Die Funktionalität der Reifen, der Bremsanlagen oder der Lenkung wird getestet. Ein kompletter Check-Up wird einmal pro Jahr durchgeführt.
Allein im Schuljahr 2004/2005 wurden im Barnim rund 1.200 Kinder eingeschult, viele von Ihnen werden künftig den Schulweg mit dem Bus zurücklegen. Deshalb führt die BBG in Zusammenarbeit mit der Polizei zum jedem Schulbeginn ein Sicherheitstraining mit den ABC-Schützen durch. Hierbei lernen sie, wie sie richtig in den Bus einsteigen, wie gefährlich der Ranzen werden kann oder wie schlimm die Folgen einer Vollbremsung sein können. Besonders die Erstklässler müssen für mögliche Gefahren sensibilisiert werden. Die Sicherheitsmaßnahmen werden aber besonders im Eberswalder Stadtverkehr in den O-Bussen erhöht. Das Aufschlitzen der Sitze, das Zerkratzen der Scheiben und das Anpöbeln der Fahrgäste soll durch den Einbau von Videokameras in den O-Bussen der Vergangenheit angehören.